Immobilienmarktdaten: Update Q3-2021

Unsere aktualisierten Immobilienmarktdaten zum 3. Quartal 2021 liegen vor und stehen den Nutzern der VALUE Marktdatenbank ab dem 10.10.2021 zur Auswertung bereit. Das Team VALUE Marktdaten informiert mit den VALUE Data Insights wie gewohnt über allgemeine und aktuelle Marktentwicklungen.

Die Preise auf dem deutschen Wohnungsmarkt sind im abgelaufenen Quartal abermals gestiegen, allerdings deutlich weniger stark als im letzten Rekordquartal. Eigentumswohnungen im Bestand verteuerten sich um 1,8% gegenüber dem Vorquartal. Die Preise für Mietwohnungen bewegten sich gar nicht mehr, und stiegen um marginale 0,1%. Lediglich Einfamilienhäuser verteuerten sich nochmals merklich um 2,9%, blieben aber ebenso wie die übrigen Marktsegmente deutlich unter den Wachstumsraten des Vorquartals.

In den Metropolen legten die Kaufpreise für Wohnungen durchschnittlich um 2,4% zu, die Mieten blieben im Median konstant (–0,2% in Hamburg bis 2,1% in Köln). Ebenfalls konstant blieben die Mieten in den B-14 Städten. Auch die Preise legten hier mit durchschnittlich 3,3% deutlich weniger zu als im Vorquartal.

Die Mieten stagnierten laut unseren Messungen also auf breiter Front. Signifikante Mietsteigerungen waren nur noch in einzelnen peripheren, günstigen Märkten feststellbar. Auch bei den Kaufpreisentwicklungen zeigte sich Beruhigung. Ihr Anstieg auf Quartalsbasis war der schwächste seit Anfang 2017. Zwar sind die jährlichen Wachstumsraten durchaus immer noch beeindruckend, sie rühren allerdings nicht von den Entwicklungen am aktuellen Datenrand her. Die Märkte scheinen in eine Seitwärtsbewegung zu schwenken. Mit Ausnahme von Einfamilienhäusern könnte das Ende der Fahnenstange erreicht sein, was das Preiswachstum betrifft.

Auch das Angebotsvolumen stieg im 3. Quartal 2021 wieder an, obwohl in der Sommerzeit urlaubsbedingt andere Tendenzen zu erwarten gewesen wären. Die Begründungen hierfür können nur spekulativ sein: Sicher ist, dass zumindest die Selbstnutzernachfrage in der Breite langsam an die Belastungsgrenzen stößt. Weitere Preissteigerungen könnten daher angebotsseitig als unwahrscheinlicher bewertet werden. Daneben könnte auch der erste Steuerbescheid nach dem Corona-Jahr 2020 hier und da die Lageeinschätzung geändert haben. Und außerdem sind die Zeiten trotz größerer Resilienz gegenüber Corona nicht sicherer geworden.

Es ist nicht mehr alleine der Niedrigzins, der auf den Märkten kursiert, sondern auch ein unsichereres Umfeld. Und: Die derzeitigen Inflationsraten lassen Anfangsrenditen im Bereich von 2,5% für Wohninvestments natürlich in einem anderen Licht erscheinen. Gepaart mit Seitwärtsbewegungen bei den Mieten könnte diese Gemengelage zu einer Abkühlung der Preisdynamik im Wohninvestmentbereich führen.

Zum zweiten Mal begleitet die regionale Sonderauswertung „Regional Insight“ die Datenanalyse vom VALUE Marktdaten-Team. Mit dem Kapitel soll zur Transparenz auf den Immobilienmärkten in Regionen beigetragen werden, die sonst weniger im Fokus der Berichterstattung stehen.

In dieser Ausgabe liegt der Fokus auf der Region Trier. Detaillierte Preisinformationen für Einfamilienhäuser, Eigentumswohnungen oder Wohnungsmieten in Trier, Bitburg-Prüm, Vulkaneifel und Bernkastel-Wittlich finden Sie in den aktuellen VALUE Data Insights.

Deckblatt: VALUE Data Insights

Unsere Data Insights können Sie hier herunterladen.

Die Pressemitteilung folgt.

Wir haben übrigens auch wieder neue Features im VALUE Analyst! Sicher haben Sie unsere Layout-Änderung bemerkt, die mit unserer Markentransformation einherging. Da einigen Kunden das alte Kartenlayout besser in die CI gepasst hat, haben wir das Farbschema der Karten individuell definierbar gemacht. Auch auf mehrfachen Kundenwunsch hin, haben wir ein Geodaten-Update vorgezogen. Normalerweise erfolgen Geo-Updates zum Jahreswechsel. Im Januar ist in Berlin aber eine neue räumliche Untergliederung (LOR) eingeführt worden, diese ist ab sofort in den Daten und im Analyst hinterlegt. Sie sehen, bei Fragen und Anregungen stehen wir jederzeit zur Verfügung!

Wir wünschen Ihnen eine schöne, gesunde und erfolgreiche Exporeal 2021!

 

Immobilienmarktdaten: Update Q2-2021

Neue Immobilienmarktdaten zum 2. Quartal 2021 liegen vor und stehen den Nutzern der VALUE Marktdatenbank ab dem 10.07.2021 zur Auswertung bereit. Das Team VALUE Marktdaten informiert mit den VALUE Data Insights wie gewohnt über aktuelle Marktentwicklungen.

Die Preise auf dem deutschen Wohnungsmarkt kletterten im abgelaufenen Quartal unvermindert weiter. Eigentumswohnungen im Bestand verteuerten sich um 4,1 % im Vergleich zum Vorquartal. Die Preise für Mietwohnungen legten vergleichsweise schwach zu und stiegen um 2,2 %. In den Metropolen legten die Kaufpreise für Wohnungen um 3,8 % zu, die Mieten lediglich um 1,1 %. Die Renditekompression geht folglich weiter. Dies zeigt sich auch in den B-14 Städten. Während die Preise hier nochmals deutlich, teils über 5 % anzogen, lagen die Wachstumsraten im Mietsegment bei maximal 2,6 % im Vergleich zum Vorquartal.

Noch stärker als im Teilmarkt Wohnungen war der Preiszuwachs bei Einfamilienhäusern. Sie verteuerten sich im bundesweiten Mittel um beachtliche 5,2 % im Vergleich zum letzten Quartal. Dies ist ein neuer Rekord in unseren Aufzeichnungen. Seit 2012 sind die Median-Preise für Einfamilienhäuser im Bestand noch nie so stark gestiegen wie im abgelaufenen Quartal. Im Vergleich zum Vorjahr messen wir eine Preissteigerung von 16,3 %, ebenfalls ein Rekord. Und da wir gerade bei Rekorden sind: Auf Jahressicht ist auch die Median-Preisentwicklung von Eigentumswohnungen mit 16,4% ein Rekord.

Die Nachfrage nach adäquatem Eigentum, aber auch nach halbwegs rentablen Kapitalanlagen ist weiterhin sehr hoch und durch Corona vermutlich noch gestiegen. Gleichzeitig wirkt der Markt zunehmend wie leergefegt, insbesondere der Teilmarkt Eigenheime. Das von uns messbare Angebotsvolumen ist hier fast 25 % geringer als im Vorjahr. Bei anhaltendem positiven Preistrend für Grundstücke und Häuser, Höchstständen an den Kapitalmärkten und aufkommender Inflation sinkt die Verkaufsbereitschaft der Anbieter. Wer nicht muss, verkauft nur ungern, denn die beste Rendite liegt aktuell im Hold und nicht im Sell. Daran hat auch Corona nichts geändert.

Wie wir bereits im letzten Jahr orakelt haben, wurde die Knappheit nicht durch Corona-induzierte Angebotsausweitung kompensiert – im Gegenteil, es ist noch knapper geworden. Zwar zeigen sich bei den Mietpreisen abflachende Tendenzen, und auch die Preissteigerungen in den Metropolen lassen etwas nach, dennoch scheint sich weit und breit keine Trendumkehr abzuzeichnen. Was für die einen ein Segen ist, wird für die anderen zum Fluch. Große Wohnungen oder Eigenheime werden zur Mangelware und Pandemie-geprägte Familien weichen auf das Umland aus oder sogar in ländliche Gebiete . Diskussionen über Eigenheimverbote sind bei dieser Gemengelage Öl ins Feuer.

Erstmalig begleitet die regionale Sonderauswertung „Regional Insight“ die Datenanalyse vom VALUE Marktdaten-Team. Mit dem Kapitel soll zur Transparenz auf den Immobilienmärkten in Regionen beitgetragen werden, die sonst weniger im Fokus der Berichterstattung stehen.

Regional Insight 2-2021: Immobilienmarkt Oberfranken

Fokusregion in diesem Quartal ist Oberfranken. Detaillierte Preisinformationen für Einfamilienhäuser, Eigentumswohnungen oder Wohnungsmieten in Bamberg, Bayreuth, Hof und Coburg finden Sie in den aktuellen VALUE Data Insights.

Deckblatt: VALUE Data Insights

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Die Pressemitteilung finden Sie hier.

Immobilienmarktdaten: Update Q1-2021

Die neuen Immobilienmarktdaten für das 1. Quartal 2021 liegen vor und stehen den Nutzern der VALUE Marktdatenbank (ehemals empirica-systeme Marktdatenbank) ab sofort zur Auswertung bereit. Wie gewohnt informiert das Team Marktdaten mit den VALUE Data Insights zum Datenupdate über aktuelle Imobilienmarktentwicklungen.

Auch nach einem Jahr Corona-Krise zeigen sich auf dem Wohnungsmarkt immer noch keine Anzeichen von einem Ende der Kauf-Preis-Rallye: In den Metropolen ziehen die Preise – entgegen unserer Erwartungen – wieder stärker an als im Vorquartal und auch abseits der Top-7 Märkte haben sich die Preise seit Beginn der Corona-Krise weiter deutlich erhöht.

Medianpreisindex Wohnungen ohne Neubau Q1-2012 = 100 (Quelle: VALUE Marktdatenbank)

Seit dem Vorjahr sind die Medianpreise für gebrauchte Eigentumswohnungen z.B. in Dortmund und Leipzig um fast um 30 % gestiegen. In Düsseldorf (+6,8 %), Köln (+5,6 %), München (+5,2 %) und Hamburg (+4,3 %) stiegen die Preise im Vergleich stärker als im Bundesdurchschnitt, während sie in Stuttgart, Frankfurt und Berlin mit jeweils rd. +2,9 % etwas schwächer gestiegen sind. Auf Jahressicht legten damit fünf von sieben Metropolen mehr als 10 % zu, wobei Düsseldorf (18,9 %), Hamburg (18,5 %), Köln (17,6 %) und Frankfurt (+15,5 %) die stärksten Zuwächse zeigten. München folgt mit 10,4 % vor Stuttgart mit 8,5 % und Berlin mit 7,2 % Preisanstieg im Vergleich zum Vorjahr. Absolut betrachtet müssen für eine mittlere Wohnung in Berlin 330 Euro/m² und in Köln 672 Euro/m² mehr bezahlt werden als im letzten Jahr. In Frankfurt, Hamburg und München liegt der absolute Zuwachs der Medianpreise bei über 800 Euro je m² im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Warum die Preise im abgelaufenen Quartal nochmal so einen Sprung gemacht haben, bleibt uns verborgen. Neben knappem Angebot und anhaltend hoher Kauf-Nachfrage könnte auch das Auslaufen des Baukindergeldes hier und da preisliche Akzente gesetzt haben.

Auch mögliche Marktverschiebungen von der Stadt ins Umland haben wir im Kontext der Corona-Pandemie kursorisch untersucht. Wir gehen zwar davon aus, dass die bereits seit längerer Zeit anhaltenden Suburbanisierungstendenzen durch geänderte Präferenzen verstärkt werden, ein signifikanter Corona-bedingter positiver Preiseffekt dürfte zurzeit allerdings noch nicht messbar sein. Für Berlin, Hamburg und Frankfurt sehen wir lediglich bei Berlin eine dynamischere Umlandpreisentwicklung – diese wurde dort allerdings bereits vor Corona eingeleitet.

Deckblatt: VALUE Data Insights

Alles in allem hat die Pandemie nach einem Jahr kaum messbare Spuren in unseren Marktdaten und auf den Märkten hinterlassen. Zwischenzeitige Lock-Downs führten zwar zu kurzzeitigen Mengeneffekten, bezüglich der Preis- und Mietentwicklungen zeigten sich aber bisher keine Auffälligkeiten.

Unseren Data Insight für das erste Quartal 2021 können Sie hier herunterladen.

Die Pressemitteilung finden Sie hier.

IBB Wohnungsmarktbericht 2020

Infografik: IBB Wohnungsmarktbericht 2020 (Quelle: IBB 2021)

Die Investitionsbank Berlin legte im März 2021 gemeinsam mit der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen den IBB Wohnungsmarktbericht 2020 vor. Das Bevölkerungswachstum geht 2019 spürbar zurück, die Baufertigstellungen sind mit 18.999 Wohnungen auf höchstem Stand seit 1998 aber das Wohnungsdefizit bleibt weiter auf hohem Niveau und die mittlere Angebotsmiete liegt berlinweit bei 10,14 EUR/m² (Median), in der Innenstadt fast flächendeckend über 13,00 EUR/m². Die Mieten sind dabei erstmals gesunken, heißt es in der Pressemitteilung.

Weitere Informationen erhalten Sie in der Pressemitteilung zum Wohnungsmarktbericht Berlin

Postbank-Studie: Immobilien heute 9,6% teurer als vor einem Jahr

Infographik Postbank-Wohnatlas 2021 (Quelle: Postbank)

Die jährlich erscheinende Postbank-Studie zeigt: Für den Wunsch nach Wohneigentum mussten Käufer im Jahr 2020 ein deutlich höheres Budget einplanen. Die Preise für Wohnungen im Bestand stiegen innerhalb eines Jahres um 9,6 Prozent (inflationsbereinigt) an. Damit lag der Preisanstieg noch höher als im Jahr zuvor. Ein kurzer Rückblick zum Vergleich: Der Postbank Wohnatlas 2020 meldete für das Jahr 2019 ein üppiges Plus an 9,3 Prozent.

“Entspannung auf dem Immobilienmarkt ist nicht in Sicht: Wohnimmobilien verteuerten sich sowohl in den Großstädten und ihrem Umland als auch in ländlichen Lagen. Einen Schub erhielten die Quadratmeterpreise insbesondere durch günstige Finanzierungskonditionen: Je nach individueller Ausgangslage und Dauer der Sollzinsbindung können Käufer und Häuslebauer derzeit schon ab rund einem Prozent Jahreszins ein Immobiliendarlehen erhalten.

Das Niedrigzinsniveau schafft Anreize, in eine Immobilie zu investieren – denn für viele Käufer lohnt es sich trotz hoher Immobilienpreise, von ihrer Mietwohnung in ein Eigenheim zu wechseln. Gerade in Krisenzeiten steigt zudem die Bedeutung von Immobilien zur Altersvorsorge”, heißt es von Seiten der Autoren.

Das HWWI hat die Studie unter anderem auf Basis der VALUE Marktdatenbank erstellt.

Weitere Informationen erhalten Sie hier von der Postbank

 

Immobilienmarktdaten: Update Q4-2020

Neue Daten für das 4. Quartal 2020 stehen Ihnen zur Auswertung bereit

Wir wünschen Ihnen zunächst noch ein frohes und vor allem gesundes neues Jahr 2021! Wir haben die aktuellen Immobiliendaten für das 4. Quartal kürzlich für Sie freigeschaltet und berichten in unseren “VALUE Data Insights” zu diesem Anlass wieder über allgemeine und aktuelle Marktbeobachtungen.

Das Land steckt mittlerweile im zweiten Lock-Down doch der Wohnungsmarkt-Tanker schippert weiterhin unverdrossen auf Kurs. Auch zum Ende 2020 zeigten sich keine Preiskorrekturen.

So lagen die Kaufpreise für Eigentumswohnungen im Bestand (kein Neubau) im bundesweiten Mittel 3,7 % über dem Schnitt des dritten Quartals – auf Jahressicht ein sattes Plus von 15,2 %. In den Metropolen flachte der Anstieg im 4. Quartal dabei jedoch ab, lediglich Köln überstieg mit einem Zuwachs von 4 % das Bundesmittel.

Medianmietindex Wohnungen ohne Neubau Q1-2012 = 100 (Quelle: VALUE Marktdatenbank)

Die Angebotsmieten für Wohnungen im Bestand (kein Neubau) legten mit 1,9 % zum Vorquartal vergleichsweise moderat zu, wobei es in den Metropolen kaum noch Mietsteigerungen gab. Nur in München (+2 %) und Hamburg (+1,7 %) gingen die Mieten in diesem Quartal nochmals nach oben.

Im folgenden Quartal 1-2021 dürfte es seitwärts gehen und es könnte teilweise sogar zu leicht rückläufigen Preisen kommen. Wie es im Jahr 2021 weitergeht, hängt viel davon ab, wie schnell und nachhaltig das Infektionsgeschehen eingedämmt wird und wie stark die Pandemie auf den Arbeitsmarkt durchschlägt bzw. wo.

Wir hoffen, dass in diesem Jahr gute Nachrichten überwiegen und trotz ausbleibendem Karneval §3 des Kölschen Grundgesetzes gilt: Et hätt noch immer jot jejange”. In diesem Sinne: Frohes Neues!

Immobilienmarktdaten: Update Q3-2020

Neue Daten: Aktualisierte Immobilienmarktdaten für Quartal 3 2020 stehen Ihnen zur Auswertung bereit

Schon wieder ist ein Quartal verstrichen und wir haben die aktuellen Immobiliendaten für das 3. Quartal kürzlich für Sie freigeschaltet. Wie jedes Quartal berichten wir zu diesem Anlass über allgemeine und aktuelle Marktbeobachtungen. Und – wie bereits in den letzen beiden Quartalen tun wir dies in den “VALUE Data Insight.“.

Der Lock-Down liegt nun schon einige Monate zurück und wir hoffen sehr, dass er der einzige Lock-Down bleibt. Die Pandemie jedoch zieht weiter ihre Kreise und viele Branchen kämpfen mit den Auswirkungen – auch ohne zweiten Lock-Down.

In der Breite scheint der Wohnimmobilientanker offensichtlich ohne Havarie durch diese Situation zu manövrieren. Überall wirken die Meldungen von der ungebremsten Preis-Dynamik wie Balsam für die Seelen oder Wasser auf die Mühlen.

Medianpreisindex Wohnungen ohne Neubau Q1-2012 = 100 (Quelle: VALUE Data Insights, empirica-systeme Marktdatenbank)

In der Breite zeigt der Markt bis dato keine Anzeichen von Schwäche

Und die Argumente stimmen: Einkommen relativ stabil, Gewohnt wird immer, das Angebot ist zu knapp und die Zinsen sind und bleiben niedrig. Die Entwicklung der Preise kennt daher bis dato nur eine Richtung. Diskurse, wie sie derzeit auf dem Büromarkt geführt werden, bleiben der Assetklasse Wohnen erspart. Die Kaufpreise für Wohnungen steigen im Mittel weiter an, teilweise sogar kräftig. Die Angebotsmieten für gebrauchte Wohnungen (kein Neubau) bewegen sich bundesweit wieder etwas stärker als in den Vorquartalen. Der Initialpreisindex (Preisindex erstmalig inserierter Angebote) liegt im Median höher als im jeweiligen Vorquartal. Auch weitere Frühindikatoren wie die Vermarktungsquote (vgl. Index- Vermarktungsquote) und auch die Anzahl der erstmalig inserierten Angebote (Mengenindex) überschreiten wieder das Vorkrisenniveau. In der Breite zeigt der Markt bis dato keine Anzeichen von Schwäche. Für das vierte Quartal 2020 sehen wir daher auch keine Anzeichen einer Korrektur aufziehen.

Risiko für Preisanpassungen steigt in einzelnen Regionen – aber noch nicht alarmierend

Aber: Es gibt Ihn nicht, „Den einen Wohnimmobilienmarkt“. Wohnimmobilienmärkte streben nach regionalen Gleichgewichtszuständen und zeichnen sich durch räumliche Abhängigkeiten aus. Ein zentrales Element ist dabei die Export-Basis der Region. Auswirkungen der Krise wirken daher absehbar insbesondere in Märkten mit ehemals ausgelasteter Produktionskapazität. Das Gesamteinkommen sinkt und damit auch die Immobilienkaufkraft. In der Folge sind Preisanpassungen zu erwarten. Tendieren ehemals Risiko-Freie Regionen nun zum Klumpenrisiko? Je länger die partiellen Flauten andauern, desto schlimmer kommt es am Ende für die Region. Besonders betroffen sind monostrukturelle Regionen und solche Regionen, die in mehreren Sektoren Export-Nachfrage verlieren: Treffen z.B. Rückgänge im Tourismus und gleichzeitig Einschnitte in der Produktion aufeinander, sinkt das Gesamteinkommen der Region merklich. Hier besteht in der Folge ein hohes Risiko für Preisanpassungen.

Deckblatt Value Data Insights 3. Quartal 2020 (Quelle: Value AG)

Bisher beobachten wir zwar punktuelle Preisrückgänge einzelner Regionen im dritten Quartal, auf Jahressicht zeigt sich hier aber immer noch ein Plus. Es besteht also noch kein Grund zur Beunruhigung. Bis dato sehen wir nur ein Risiko und keine Gefahr, aber dennoch: Erhöhte Wachsamkeit ist angesagt.

Nutzen Sie unsere Immobilienmarktdaten für aktuelle und für regional differenzierte Marktanalysen und ergänzen Sie damit Ihr Risikomanagement.

Mehr Informationen erhalten Sie im aktuellen VALUE Data Insight.

 

Immobilienmarktdaten: Update Q2-2020

Neue Daten: Unsere aktualisierten Immobilienmarktdaten stehen Ihnen zur Auswertung bereit

Wir haben wieder etwas genauer in unsere Immobiliendaten hineingeschaut und unsere Erkenntnisse zur allgemeinen Marktentwicklung und aktuellen Themen in den VALUE Data Insights für das 2. Quartal 2020 zusammengefasst:

Deckblatt Value Data Insights 2. Quartal 2020 (Quelle: Value AG)

Die Kaufpreise für Wohnungen steigen im bundesweiten Mittel im zweiten Quartal 2020 weiter an. Auch in den Metropolen zeigen sie sich unbeeindruckt von der aktuellen Lage. Die Wohnungsmieten steigen hingegen abermals deutlich weniger dynamisch als die Kaufpreise, bleiben annähernd konstant und setzen ihre Seitwärts-Bewegung fort.

Bisher sind keine corona-bedingten Preiseffekte feststellbar, lediglich begrenzte Mengeneffekte haben den Markt vor allem in der Lock-Down-Phase geprägt. Die Frühindikatoren deuten auch darauf hin, dass in Q3-2020 eine Preiskorrektur unwahrscheinlich ist.

Der Mietendeckel in Berlin wirkt hingegen nachhaltig und lässt das Angebot an Mietwohnungen einbrechen. Das Mietniveau bleibt dabei aber relativ stabil und sinkt selbst im gedeckelten Teilmarkt nur leicht. Die Berliner Wohnungspreise steigen trotzdem weiter an.

Weitere Informationen finden Sie in unseren VALUE Data Insights und in der Pressemeldung der Value AG.

Immobilienmarktdaten: Update Q1-2020

Neue Daten: Ab heute stehen Ihnen unsere aktualisierten Immobilienmarktdaten zur Auswertung bereit

Aufgrund der aktuellen Lage und vieler Kundenanfragen nach aktuellen Daten haben wir unser Datenupdate etwas vorgezogen, sodass den Nutzern der empirica-systeme Marktdatenbank bereits heute aktuelle Daten für das abgelaufene Quartal 1. 2020 zur Verfügung stehen.

Neues Format: VALUE Data Insights ab sofort zu jedem Quartal

Deckblatt Value Data Insights 1. Quartal 2020 (Quelle: Value AG)

Ebenfalls aufgrund der aktuellen Lage haben wir für Sie einen Blick auf die Erstinsertionen angesichts der Corona-Krise geworfen, denn die Quartalsdaten basieren ja zum Großteil noch auf einem krisenfreien Marktumfeld; und in diesem entwickelten sich die Kauf- und Mietpreise weiter bzw. wieder aufwärts. Nicht durch die Pandemie sondern durch den Mietendeckel dürfte der deutliche und im Vergleich überproportionale Rückgang des Mietwohnungsangebotes in Berlin zu erklären sein. Wie bereits in den vergangenen Beiträgen orakelt, wird der Mietwohnungsmarkt in Berlin ausgebremst. Verschlimmert wird die Situation für “Umzugswillige” (-Gezwungene) in Berlin durch die Pandemie: Im Vergleich zum Wochenschnitt der letzten 14 Monaten gingen in KW 13 die Mietwohnungsangebote in Berlin um 47% zurück (Bundesweit um 23%). Alternativen zum kurzfristigen Umzug (Hotel, Airbnb oder Büro) sind zur Zeit auch nicht möglich, da sind die rückläufigen Mieten (-1,3%) nur ein schwacher Trost. Im Jahresvergleich ist der Mietwohnungsmarkt im Teilmarkt Wohnen auch bundesweit am stärksten vom Angebotsrückgang betroffen, was eher auf eine Angebotspause als die Vorboten einer Rezession für die Kaufmärkte hoffen lässt, sonst wären diese stärker eingebrochen als die Mietmärkte. Der Gewerbesektor, besonders aber Gastroimmobilien und Handel verzeichnen deutlich stärkere Rückgänge als der Wohnbereich. Weitere Informationen erhalten Sie in unseren VALUE Data Insights

empirica-systeme ist, wie Sie wissen, seit Ende 2019 ein Teil der Value AG und informiert ab sofort mit den neuen VALUE Data Insights zu jedem Quartal über allgemeine und aktuelle Marktentwicklungen. Unsere komplette Kurzanalyse können Sie hier herunterladen

Neue Funktion: Daten nach Erstinsertion filtern

Ebenfalls aufgrund der aktuellen Lage haben wir für Sie einen neuen Filter im empirica-systeme Analyst installiert. Um näher an den aktuellen Geschehnissen analysieren zu können, haben sie ab sofort die Möglichkeit nach dem Datum der Erstinsertion zu filtern. Der Zeitraumfilter der bisher die On-Market-Angebote für Ihre Analyse definierte, wird damit sinnvoll ergänzt um einen Filter, der Ihnen ausschließlich die Marktstatistik nach einem bestimmten Impact-Datum selektiert. Wir hoffen, Ihnen damit ein wenig mehr Sicherheit in diesen schwierigen Zeiten an die Hand zu geben.

Wir wünschen Ihnen trotz allem ein frohes Osterfest und ein paar Tage Pause von diesen aufreibenden Zeiten. Ihr Immobilienmarktdaten-Team der Value AG

IBB Wohnungsmarktbericht 2019

Die Investitionsbank Berlin legte am 25. März 2020 gemeinsam mit der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen den IBB Wohnungsmarktbericht 2019 vor.

Deckblatt: IBB Wohnungsmarktbericht 2019 (Quelle: IBB 2020)

Der Wohnungsmarktbericht 2019 beleuchtet anhand zahlreicher Faktoren die Situation am Berliner Wohnungsmarkt, und diese war in 2019 wiederum von Wachstum geprägt: “Die abgebildeten Faktoren waren im Betrachtungszeitraum 2014 bis 2018 von einem – meist dynamischen – Wachstum geprägt. Am deutlichsten stiegen dabei die Angebotsmieten, welche seit 2014 um ein Viertel zulegten (25,2 %). Die ortsübliche Vergleichsmiete, bei deren Berechnung sowohl bestehende als auch neu abgeschlossene Mietverträge einfließen, nahm im selben Betrachtungszeitraum um 15,2 % zu. Die Bevölkerung der Bundeshauptstadt wuchs seit 2014 um 5,0 % bzw. 175.000 Personen. Der Bevölkerungsgewinn innerhalb von nur fünf Jahren entsprach damit der Größe der brandenburgischen Landeshautpstadt Potsdam. Das Wachstum des Wohnungsbestandes lag mit 3,0 % vergleichsweise niedriger, der Nachfrageüberhang stieg weiterhin an. Den steigenden Wohnkosten stehen dabei durchaus wachsende mittlere Einkommen der privaten Haushalte (je Einwohner) gegenüber.”

Das Institut RegioKontext führt in diesem Zusammenhang die Datenanalyse und Berichterstellung durch und konzipiert die thematischen Schwerpunkte.

Eine Datenquelle des Wohnungsmarktberichtes ist u.a. die empirica-systeme Immobilienmarktdatenbank.

Berliner Wohnungsmarkt Interaktiv

Ausgewählte Kennziffern des Berliner Wohnungsmarktberichtes sind auch interaktiv abrufbar. Hier geht es zu Wohnungsmarkt interaktiv.

Screenshot: Wohnungsmarkt Berlin Interaktiv (Quelle; IBB 2019, abrufbar unter http://ibb2019.wohnungsmarktinteraktiv.de/)

Den Bericht und weitere Informationen erhalten Sie hier.