Immobilienmarktdaten: Update Q1-2022

Unsere aktualisierten Immobilienmarktdaten zum 1. Quartal 2022 liegen vor und stehen den Nutzern der VALUE Marktdatenbank zur Auswertung bereit. Das Team VALUE Marktdaten informiert mit den VALUE Data Insights wie gewohnt über allgemeine und aktuelle Marktentwicklungen. Im abgelaufenen haben wir einen Rekord gemessen.

Die Preise auf dem deutschen Wohnungsmarkt sind im abgelaufenen Quartal wieder stärker gestiegen und wir sind überrascht: Sah es nach den letzten beiden Quartal noch so aus, als würde dem Immobilienpreisboom die Puste ausgehen, messen wir für das abgelaufene Quartal im Teilmarkt Einfamilienhäuser einen erneuten Rekord in unseren Aufzeichnungen. Einfamilienhäuser verteuerten sich um 5,4 %, womit unser Rekord aus dem 2. Quartal 2021 von 5,1 % eingestellt wird. Auch die Preise für Eigentumswohnungen im Bestand ziehen wieder stärker an als in den letzten beiden Quartalen. Sie verteuerten sich um 3 % gegenüber dem Vorquartal. Die Mieten stiegen vergleichsweise moderat um 1,2 %. In den Top-7 Metropolen stiegen die Kaufpreise für Wohnungen im Mittel um 2,9 % und liegen damit auch über den Wachstumsraten des Vorquartals. Die Mieten legten mit 1,5 % weniger stark zu. Im Median aller 7 Metropolstädte lag die Anfangsrendite im 1. Quartal unbereinigt nur noch bei 2,7 %. Auch in den B-Städten entwickelten sich die Mieten verhalten und stiegen um 1,3 % im Vergleich zum Vorquartal, während die Preise hier noch um 4,1 % anzogen.

Fundamentale Faktoren für das erneute Anziehen der Preise im Bestand sind eigentlich nicht vorhanden. Zinsen, Energiekosten und Baukosten sind in den ersten 3 Monaten des Jahres gestiegen. Budgets für den Kauf von Bestandsbauten hätten im Umkehrschluss sinken müssen. Allerdings dürfte die Zinserwartung auch Kaufanreize liefern, zumal die Inflationsraten deutlich über den Bauzinsen liegen. Aktuell ergibt sich aus dieser Gemengelage eine reale Negativverzinsung bei Baukrediten. Es scheint, als mache sich Torschlusspanik unter den potenziellen Eigenheimerwerbern breit. Wer jetzt nicht kauft oder saniert, kann es sich in Zukunft vielleicht nicht mehr leisten. Gleichzeitig wird das gesparte Eigenkapital entwertet. Auch wenn Immobilien keinen eindeutigen Inflationsschutz bieten, liefern sie für Eigennutzer Sicherheit in Bezug auf die Wohnkosten wenn zukünftig inflationsbedingte Mietsteigerungen einsetzen. Auch für Kapitalanleger scheint das Betongold immer noch interessant zu sein. Anders ist kaum zu erklären, warum trotz der extrem niedrigen Anfangsrenditen weiterhin Preissteigerungen akzeptiert werden.

Neues Tool: VALUE Energie-Scoring

Der Preisanstieg lässt die Eigenkapitalanforderung weiter steigen. Zinsen und Inflation lassen die Haushaltsrechnungen von Kreditnachfragern zukünftig auch nicht besser aussehen, vor allem aber die Energiepreise werden für Eigenheimerwerber und -Besitzer zum relevanten Thema. Waren energetische Aspekte und Klimarisiken bisher eher eine theoretische und regulatorische Herausforderung, kommen die Themen in diesem Jahr mit voller Wucht in der Realität an. Portfoliodiversifikation unter energetischen Gesichtspunkten wird damit noch wichtiger, nicht nur unter Taxononomie-Gesichtspunkten. Die Value AG bietet mit dem VALUE Energie-Scoring dazu ein effizientes Tool, um CO2-Emission, Energiekennwerte und Kostenbelastung objektspezifisch abzuleiten.

Sonderauswertung „Regional Insight“

Mit dem Kapitel soll zur Transparenz auf den Immobilienmärkten in Regionen beigetragen werden, die sonst weniger im Fokus der Berichterstattung stehen.

Fokus des Regional Insight ist die Region Süd-Baden, allerdings nur der südliche-westliche Teil. Die Region Süd-Baden liegt im Süd-Westen des Landes Baden-Württemberg und erstreckt sich vom Kreis Waldshut bis zum Ortenaukreis, wobei der Fokus auf den Kreisen Waldshut, Lörrach, Breisgau-Hochschwarzwald und der Stadt Freiburg liegt.

Detaillierte Informationen zu den Miet- und Kaufpreisentwicklugen in Süd-Baden für die Kreise Waldshut, Lörrach, Breisgau-Hochschwarzwald und der Stadt Freiburg finden Sie in unseren aktuellen Data-Insights.

Den Bericht können Sie hier herunterladen

Die Pressemitteilung finden Sie hier.

Immobilienmarktdaten: Update Q4-2021

Unsere aktualisierten Immobilienmarktdaten zum 4. Quartal 2021 liegen vor und stehen den Nutzern der VALUE Marktdatenbank zur Auswertung bereit. Das Team VALUE Marktdaten informiert mit den VALUE Data Insights wie gewohnt über allgemeine und aktuelle Marktentwicklungen und wünscht Ihnen allen ein frohes, erfolgreiches und vor allem gesundes neues Jahr.

Die Preise auf dem deutschen Wohnungsmarkt sind im abgelaufenen Quartal weiter gestiegen, allerdings lässt die Dynamik erneut nach. Eigentumswohnungen im Bestand verteuerten sich um 1,7 % gegenüber dem Vorquartal, die niedrigste Wachstumsrate seit dem ersten Quartal 2017. Die Mieten stiegen lediglich um 0,8 %. Einfamilienhäuser verteuerten sich immerhin noch um 2,6 %, die Wachstumsraten nehmen aber auch hier ab.

In den Metropolen legten die Kaufpreise für Wohnungen durchschnittlich um 2,1 % zu, die Mieten blieben im Median zum dritten Quartal in Folge konstant. Spitzenreiter bei gebrauchten Eigentumswohnungen unter den 7 Großstädten ist in diesem Quartal Frankfurt am Main mit einem Plus von 3,8 %, vor München (2,1 %), Stuttgart (1,8 %), Berlin (1,4 %), Köln (0,8 %) sowie Hamburg (0,7 %) und Düsseldorf (0,3 %). In den B-14 Städten stiegen die Preise für Eigentumswohnungen gegenüber dem letzten Quartal um 2,5 % (alle aktuellen Preise und die Entwicklungen zu Top-7 und B-14 Städten in den VALUE Data Insights)

Die Preisdynamik nimmt nach aktueller Datenlage in allen betrachteten Bestandssegmenten ab. Dass auf Jahressicht immer noch Rekordmeldungen zur Preisentwicklung verbucht werden können, geht auf die Steilvorlage der ersten Jahreshälfte 2021 zurück. Aktuell verfestigt sich der Eindruck, dass die Preise den Zenit erreichen, zumindest auf dem Bestandsmarkt. Angesichts stagnierender Mieten, der geringen Anfangsrenditen und – wie zuletzt gemeldet wurde – leicht ansteigender Leerstände ist dies keine überraschende Entwicklung.

Einen nicht unwesentlichen Beitrag zur abflachenden Bestandspreisentwicklung dürften auch die stark gestiegenen Baukosten geleistet haben. Den Altbau auf Vordermann zu bringen, wird zunehmend teurer; das geht zulasten tragfähiger Kaufpreise. Bei anhaltenden Baukostensteigerungen und gleichzeitig steigenden Energiekosten ist davon auszugehen, dass die teils überzogenen Preise für ineffiziente Bestandsbauten eine Korrektur erfahren.

Das Jahr 2022 wird spannend: Wachsende Anforderungen an energetisch Standards treffen auf höhere Baukosten sowie strengere Mietmarktregulierung. Die Bauoffensive der Ampel-Regierung trifft auf Material und Fachkräftemangel, die Konjunkturprognose wurde nach unten korrigiert und die Marschrichtungen von Inflation und/oder Zinsen im Euroraum sind unklar. Gleichzeitig geht der extreme Preisboom zu Ende. Es bleibt die Hoffnung, dass die Corona-Krise überwunden wird und keine neuen Krisen aufziehen.

In diesem Sinne wünscht Ihnen das Team VALUE Marktdaten ein frohes, erfolgreiches und vor allem gesundes neues Jahr!

Darüber hinaus begleitet zum dritten mal die regionale Sonderauswertung „Regional Insight“ die Datenanalyse vom VALUE Marktdaten-Team. Mit dem Kapitel soll zur Transparenz auf den Immobilienmärkten in Regionen beigetragen werden, die sonst weniger im Fokus der Berichterstattung stehen.

In dieser Ausgabe liegt der Fokus auf der Region Ostwestfalen-Lippe. Detaillierte Preisinformationen für Einfamilienhäuser, Eigentumswohnungen oder Wohnungsmieten in den Kreisen und kreisfreien Städten Bielefeld, Gütersloh, Paderborn, Herford, Lippe, Minden-Lübbecke oder Höxter finden Sie in den aktuellen VALUE Data Insights.

Unsere Data Insights können Sie hier herunterladen.

Die Pressemitteilung folgt.

Wenn Sie einen Zugang zu unseren Marktdaten testen – oder auf unsere brandneuen automatisierten Bewertungslösungen zugreifen möchten, kontaktieren Sie uns gerne hier!

Immobilienmarktdaten: Update Q3-2021

Unsere aktualisierten Immobilienmarktdaten zum 3. Quartal 2021 liegen vor und stehen den Nutzern der VALUE Marktdatenbank ab dem 10.10.2021 zur Auswertung bereit. Das Team VALUE Marktdaten informiert mit den VALUE Data Insights wie gewohnt über allgemeine und aktuelle Marktentwicklungen.

Die Preise auf dem deutschen Wohnungsmarkt sind im abgelaufenen Quartal abermals gestiegen, allerdings deutlich weniger stark als im letzten Rekordquartal. Eigentumswohnungen im Bestand verteuerten sich um 1,8% gegenüber dem Vorquartal. Die Preise für Mietwohnungen bewegten sich gar nicht mehr, und stiegen um marginale 0,1%. Lediglich Einfamilienhäuser verteuerten sich nochmals merklich um 2,9%, blieben aber ebenso wie die übrigen Marktsegmente deutlich unter den Wachstumsraten des Vorquartals.

In den Metropolen legten die Kaufpreise für Wohnungen durchschnittlich um 2,4% zu, die Mieten blieben im Median konstant (–0,2% in Hamburg bis 2,1% in Köln). Ebenfalls konstant blieben die Mieten in den B-14 Städten. Auch die Preise legten hier mit durchschnittlich 3,3% deutlich weniger zu als im Vorquartal.

Die Mieten stagnierten laut unseren Messungen also auf breiter Front. Signifikante Mietsteigerungen waren nur noch in einzelnen peripheren, günstigen Märkten feststellbar. Auch bei den Kaufpreisentwicklungen zeigte sich Beruhigung. Ihr Anstieg auf Quartalsbasis war der schwächste seit Anfang 2017. Zwar sind die jährlichen Wachstumsraten durchaus immer noch beeindruckend, sie rühren allerdings nicht von den Entwicklungen am aktuellen Datenrand her. Die Märkte scheinen in eine Seitwärtsbewegung zu schwenken. Mit Ausnahme von Einfamilienhäusern könnte das Ende der Fahnenstange erreicht sein, was das Preiswachstum betrifft.

Auch das Angebotsvolumen stieg im 3. Quartal 2021 wieder an, obwohl in der Sommerzeit urlaubsbedingt andere Tendenzen zu erwarten gewesen wären. Die Begründungen hierfür können nur spekulativ sein: Sicher ist, dass zumindest die Selbstnutzernachfrage in der Breite langsam an die Belastungsgrenzen stößt. Weitere Preissteigerungen könnten daher angebotsseitig als unwahrscheinlicher bewertet werden. Daneben könnte auch der erste Steuerbescheid nach dem Corona-Jahr 2020 hier und da die Lageeinschätzung geändert haben. Und außerdem sind die Zeiten trotz größerer Resilienz gegenüber Corona nicht sicherer geworden.

Es ist nicht mehr alleine der Niedrigzins, der auf den Märkten kursiert, sondern auch ein unsichereres Umfeld. Und: Die derzeitigen Inflationsraten lassen Anfangsrenditen im Bereich von 2,5% für Wohninvestments natürlich in einem anderen Licht erscheinen. Gepaart mit Seitwärtsbewegungen bei den Mieten könnte diese Gemengelage zu einer Abkühlung der Preisdynamik im Wohninvestmentbereich führen.

Zum zweiten Mal begleitet die regionale Sonderauswertung „Regional Insight“ die Datenanalyse vom VALUE Marktdaten-Team. Mit dem Kapitel soll zur Transparenz auf den Immobilienmärkten in Regionen beigetragen werden, die sonst weniger im Fokus der Berichterstattung stehen.

In dieser Ausgabe liegt der Fokus auf der Region Trier. Detaillierte Preisinformationen für Einfamilienhäuser, Eigentumswohnungen oder Wohnungsmieten in Trier, Bitburg-Prüm, Vulkaneifel und Bernkastel-Wittlich finden Sie in den aktuellen VALUE Data Insights.

Deckblatt: VALUE Data Insights

Unsere Data Insights können Sie hier herunterladen.

Die Pressemitteilung folgt.

Wir haben übrigens auch wieder neue Features im VALUE Analyst! Sicher haben Sie unsere Layout-Änderung bemerkt, die mit unserer Markentransformation einherging. Da einigen Kunden das alte Kartenlayout besser in die CI gepasst hat, haben wir das Farbschema der Karten individuell definierbar gemacht. Auch auf mehrfachen Kundenwunsch hin, haben wir ein Geodaten-Update vorgezogen. Normalerweise erfolgen Geo-Updates zum Jahreswechsel. Im Januar ist in Berlin aber eine neue räumliche Untergliederung (LOR) eingeführt worden, diese ist ab sofort in den Daten und im Analyst hinterlegt. Sie sehen, bei Fragen und Anregungen stehen wir jederzeit zur Verfügung!

Wir wünschen Ihnen eine schöne, gesunde und erfolgreiche Exporeal 2021!

 

Immobilienmarktdaten: Update Q2-2021

Neue Immobilienmarktdaten zum 2. Quartal 2021 liegen vor und stehen den Nutzern der VALUE Marktdatenbank ab dem 10.07.2021 zur Auswertung bereit. Das Team VALUE Marktdaten informiert mit den VALUE Data Insights wie gewohnt über aktuelle Marktentwicklungen.

Die Preise auf dem deutschen Wohnungsmarkt kletterten im abgelaufenen Quartal unvermindert weiter. Eigentumswohnungen im Bestand verteuerten sich um 4,1 % im Vergleich zum Vorquartal. Die Preise für Mietwohnungen legten vergleichsweise schwach zu und stiegen um 2,2 %. In den Metropolen legten die Kaufpreise für Wohnungen um 3,8 % zu, die Mieten lediglich um 1,1 %. Die Renditekompression geht folglich weiter. Dies zeigt sich auch in den B-14 Städten. Während die Preise hier nochmals deutlich, teils über 5 % anzogen, lagen die Wachstumsraten im Mietsegment bei maximal 2,6 % im Vergleich zum Vorquartal.

Noch stärker als im Teilmarkt Wohnungen war der Preiszuwachs bei Einfamilienhäusern. Sie verteuerten sich im bundesweiten Mittel um beachtliche 5,2 % im Vergleich zum letzten Quartal. Dies ist ein neuer Rekord in unseren Aufzeichnungen. Seit 2012 sind die Median-Preise für Einfamilienhäuser im Bestand noch nie so stark gestiegen wie im abgelaufenen Quartal. Im Vergleich zum Vorjahr messen wir eine Preissteigerung von 16,3 %, ebenfalls ein Rekord. Und da wir gerade bei Rekorden sind: Auf Jahressicht ist auch die Median-Preisentwicklung von Eigentumswohnungen mit 16,4% ein Rekord.

Die Nachfrage nach adäquatem Eigentum, aber auch nach halbwegs rentablen Kapitalanlagen ist weiterhin sehr hoch und durch Corona vermutlich noch gestiegen. Gleichzeitig wirkt der Markt zunehmend wie leergefegt, insbesondere der Teilmarkt Eigenheime. Das von uns messbare Angebotsvolumen ist hier fast 25 % geringer als im Vorjahr. Bei anhaltendem positiven Preistrend für Grundstücke und Häuser, Höchstständen an den Kapitalmärkten und aufkommender Inflation sinkt die Verkaufsbereitschaft der Anbieter. Wer nicht muss, verkauft nur ungern, denn die beste Rendite liegt aktuell im Hold und nicht im Sell. Daran hat auch Corona nichts geändert.

Wie wir bereits im letzten Jahr orakelt haben, wurde die Knappheit nicht durch Corona-induzierte Angebotsausweitung kompensiert – im Gegenteil, es ist noch knapper geworden. Zwar zeigen sich bei den Mietpreisen abflachende Tendenzen, und auch die Preissteigerungen in den Metropolen lassen etwas nach, dennoch scheint sich weit und breit keine Trendumkehr abzuzeichnen. Was für die einen ein Segen ist, wird für die anderen zum Fluch. Große Wohnungen oder Eigenheime werden zur Mangelware und Pandemie-geprägte Familien weichen auf das Umland aus oder sogar in ländliche Gebiete . Diskussionen über Eigenheimverbote sind bei dieser Gemengelage Öl ins Feuer.

Erstmalig begleitet die regionale Sonderauswertung „Regional Insight“ die Datenanalyse vom VALUE Marktdaten-Team. Mit dem Kapitel soll zur Transparenz auf den Immobilienmärkten in Regionen beitgetragen werden, die sonst weniger im Fokus der Berichterstattung stehen.

Regional Insight 2-2021: Immobilienmarkt Oberfranken

Fokusregion in diesem Quartal ist Oberfranken. Detaillierte Preisinformationen für Einfamilienhäuser, Eigentumswohnungen oder Wohnungsmieten in Bamberg, Bayreuth, Hof und Coburg finden Sie in den aktuellen VALUE Data Insights.

Deckblatt: VALUE Data Insights

Unsere Data Insights können Sie hier herunterladen.

Die Pressemitteilung finden Sie hier.

Immobilienmarktdaten: Update Q1-2021

Die neuen Immobilienmarktdaten für das 1. Quartal 2021 liegen vor und stehen den Nutzern der VALUE Marktdatenbank (ehemals empirica-systeme Marktdatenbank) ab sofort zur Auswertung bereit. Wie gewohnt informiert das Team Marktdaten mit den VALUE Data Insights zum Datenupdate über aktuelle Imobilienmarktentwicklungen.

Auch nach einem Jahr Corona-Krise zeigen sich auf dem Wohnungsmarkt immer noch keine Anzeichen von einem Ende der Kauf-Preis-Rallye: In den Metropolen ziehen die Preise – entgegen unserer Erwartungen – wieder stärker an als im Vorquartal und auch abseits der Top-7 Märkte haben sich die Preise seit Beginn der Corona-Krise weiter deutlich erhöht.

Medianpreisindex Wohnungen ohne Neubau Q1-2012 = 100 (Quelle: VALUE Marktdatenbank)

Seit dem Vorjahr sind die Medianpreise für gebrauchte Eigentumswohnungen z.B. in Dortmund und Leipzig um fast um 30 % gestiegen. In Düsseldorf (+6,8 %), Köln (+5,6 %), München (+5,2 %) und Hamburg (+4,3 %) stiegen die Preise im Vergleich stärker als im Bundesdurchschnitt, während sie in Stuttgart, Frankfurt und Berlin mit jeweils rd. +2,9 % etwas schwächer gestiegen sind. Auf Jahressicht legten damit fünf von sieben Metropolen mehr als 10 % zu, wobei Düsseldorf (18,9 %), Hamburg (18,5 %), Köln (17,6 %) und Frankfurt (+15,5 %) die stärksten Zuwächse zeigten. München folgt mit 10,4 % vor Stuttgart mit 8,5 % und Berlin mit 7,2 % Preisanstieg im Vergleich zum Vorjahr. Absolut betrachtet müssen für eine mittlere Wohnung in Berlin 330 Euro/m² und in Köln 672 Euro/m² mehr bezahlt werden als im letzten Jahr. In Frankfurt, Hamburg und München liegt der absolute Zuwachs der Medianpreise bei über 800 Euro je m² im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Warum die Preise im abgelaufenen Quartal nochmal so einen Sprung gemacht haben, bleibt uns verborgen. Neben knappem Angebot und anhaltend hoher Kauf-Nachfrage könnte auch das Auslaufen des Baukindergeldes hier und da preisliche Akzente gesetzt haben.

Auch mögliche Marktverschiebungen von der Stadt ins Umland haben wir im Kontext der Corona-Pandemie kursorisch untersucht. Wir gehen zwar davon aus, dass die bereits seit längerer Zeit anhaltenden Suburbanisierungstendenzen durch geänderte Präferenzen verstärkt werden, ein signifikanter Corona-bedingter positiver Preiseffekt dürfte zurzeit allerdings noch nicht messbar sein. Für Berlin, Hamburg und Frankfurt sehen wir lediglich bei Berlin eine dynamischere Umlandpreisentwicklung – diese wurde dort allerdings bereits vor Corona eingeleitet.

Deckblatt: VALUE Data Insights

Alles in allem hat die Pandemie nach einem Jahr kaum messbare Spuren in unseren Marktdaten und auf den Märkten hinterlassen. Zwischenzeitige Lock-Downs führten zwar zu kurzzeitigen Mengeneffekten, bezüglich der Preis- und Mietentwicklungen zeigten sich aber bisher keine Auffälligkeiten.

Unseren Data Insight für das erste Quartal 2021 können Sie hier herunterladen.

Die Pressemitteilung finden Sie hier.

IBB Wohnungsmarktbericht 2020

Infografik: IBB Wohnungsmarktbericht 2020 (Quelle: IBB 2021)

Die Investitionsbank Berlin legte im März 2021 gemeinsam mit der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen den IBB Wohnungsmarktbericht 2020 vor. Das Bevölkerungswachstum geht 2019 spürbar zurück, die Baufertigstellungen sind mit 18.999 Wohnungen auf höchstem Stand seit 1998 aber das Wohnungsdefizit bleibt weiter auf hohem Niveau und die mittlere Angebotsmiete liegt berlinweit bei 10,14 EUR/m² (Median), in der Innenstadt fast flächendeckend über 13,00 EUR/m². Die Mieten sind dabei erstmals gesunken, heißt es in der Pressemitteilung.

Weitere Informationen erhalten Sie in der Pressemitteilung zum Wohnungsmarktbericht Berlin

Postbank-Studie: Immobilien heute 9,6% teurer als vor einem Jahr

Infographik Postbank-Wohnatlas 2021 (Quelle: Postbank)

Die jährlich erscheinende Postbank-Studie zeigt: Für den Wunsch nach Wohneigentum mussten Käufer im Jahr 2020 ein deutlich höheres Budget einplanen. Die Preise für Wohnungen im Bestand stiegen innerhalb eines Jahres um 9,6 Prozent (inflationsbereinigt) an. Damit lag der Preisanstieg noch höher als im Jahr zuvor. Ein kurzer Rückblick zum Vergleich: Der Postbank Wohnatlas 2020 meldete für das Jahr 2019 ein üppiges Plus an 9,3 Prozent.

“Entspannung auf dem Immobilienmarkt ist nicht in Sicht: Wohnimmobilien verteuerten sich sowohl in den Großstädten und ihrem Umland als auch in ländlichen Lagen. Einen Schub erhielten die Quadratmeterpreise insbesondere durch günstige Finanzierungskonditionen: Je nach individueller Ausgangslage und Dauer der Sollzinsbindung können Käufer und Häuslebauer derzeit schon ab rund einem Prozent Jahreszins ein Immobiliendarlehen erhalten.

Das Niedrigzinsniveau schafft Anreize, in eine Immobilie zu investieren – denn für viele Käufer lohnt es sich trotz hoher Immobilienpreise, von ihrer Mietwohnung in ein Eigenheim zu wechseln. Gerade in Krisenzeiten steigt zudem die Bedeutung von Immobilien zur Altersvorsorge”, heißt es von Seiten der Autoren.

Das HWWI hat die Studie unter anderem auf Basis der VALUE Marktdatenbank erstellt.

Weitere Informationen erhalten Sie hier von der Postbank

 

Immobilienmarktdaten: Update Q4-2020

Neue Daten für das 4. Quartal 2020 stehen Ihnen zur Auswertung bereit

Wir wünschen Ihnen zunächst noch ein frohes und vor allem gesundes neues Jahr 2021! Wir haben die aktuellen Immobiliendaten für das 4. Quartal kürzlich für Sie freigeschaltet und berichten in unseren “VALUE Data Insights” zu diesem Anlass wieder über allgemeine und aktuelle Marktbeobachtungen.

Das Land steckt mittlerweile im zweiten Lock-Down doch der Wohnungsmarkt-Tanker schippert weiterhin unverdrossen auf Kurs. Auch zum Ende 2020 zeigten sich keine Preiskorrekturen.

So lagen die Kaufpreise für Eigentumswohnungen im Bestand (kein Neubau) im bundesweiten Mittel 3,7 % über dem Schnitt des dritten Quartals – auf Jahressicht ein sattes Plus von 15,2 %. In den Metropolen flachte der Anstieg im 4. Quartal dabei jedoch ab, lediglich Köln überstieg mit einem Zuwachs von 4 % das Bundesmittel.

Medianmietindex Wohnungen ohne Neubau Q1-2012 = 100 (Quelle: VALUE Marktdatenbank)

Die Angebotsmieten für Wohnungen im Bestand (kein Neubau) legten mit 1,9 % zum Vorquartal vergleichsweise moderat zu, wobei es in den Metropolen kaum noch Mietsteigerungen gab. Nur in München (+2 %) und Hamburg (+1,7 %) gingen die Mieten in diesem Quartal nochmals nach oben.

Im folgenden Quartal 1-2021 dürfte es seitwärts gehen und es könnte teilweise sogar zu leicht rückläufigen Preisen kommen. Wie es im Jahr 2021 weitergeht, hängt viel davon ab, wie schnell und nachhaltig das Infektionsgeschehen eingedämmt wird und wie stark die Pandemie auf den Arbeitsmarkt durchschlägt bzw. wo.

Wir hoffen, dass in diesem Jahr gute Nachrichten überwiegen und trotz ausbleibendem Karneval §3 des Kölschen Grundgesetzes gilt: Et hätt noch immer jot jejange”. In diesem Sinne: Frohes Neues!

Immobilienmarktdaten: Update Q3-2020

Neue Daten: Aktualisierte Immobilienmarktdaten für Quartal 3 2020 stehen Ihnen zur Auswertung bereit

Schon wieder ist ein Quartal verstrichen und wir haben die aktuellen Immobiliendaten für das 3. Quartal kürzlich für Sie freigeschaltet. Wie jedes Quartal berichten wir zu diesem Anlass über allgemeine und aktuelle Marktbeobachtungen. Und – wie bereits in den letzen beiden Quartalen tun wir dies in den “VALUE Data Insight.“.

Der Lock-Down liegt nun schon einige Monate zurück und wir hoffen sehr, dass er der einzige Lock-Down bleibt. Die Pandemie jedoch zieht weiter ihre Kreise und viele Branchen kämpfen mit den Auswirkungen – auch ohne zweiten Lock-Down.

In der Breite scheint der Wohnimmobilientanker offensichtlich ohne Havarie durch diese Situation zu manövrieren. Überall wirken die Meldungen von der ungebremsten Preis-Dynamik wie Balsam für die Seelen oder Wasser auf die Mühlen.

Medianpreisindex Wohnungen ohne Neubau Q1-2012 = 100 (Quelle: VALUE Data Insights, empirica-systeme Marktdatenbank)

In der Breite zeigt der Markt bis dato keine Anzeichen von Schwäche

Und die Argumente stimmen: Einkommen relativ stabil, Gewohnt wird immer, das Angebot ist zu knapp und die Zinsen sind und bleiben niedrig. Die Entwicklung der Preise kennt daher bis dato nur eine Richtung. Diskurse, wie sie derzeit auf dem Büromarkt geführt werden, bleiben der Assetklasse Wohnen erspart. Die Kaufpreise für Wohnungen steigen im Mittel weiter an, teilweise sogar kräftig. Die Angebotsmieten für gebrauchte Wohnungen (kein Neubau) bewegen sich bundesweit wieder etwas stärker als in den Vorquartalen. Der Initialpreisindex (Preisindex erstmalig inserierter Angebote) liegt im Median höher als im jeweiligen Vorquartal. Auch weitere Frühindikatoren wie die Vermarktungsquote (vgl. Index- Vermarktungsquote) und auch die Anzahl der erstmalig inserierten Angebote (Mengenindex) überschreiten wieder das Vorkrisenniveau. In der Breite zeigt der Markt bis dato keine Anzeichen von Schwäche. Für das vierte Quartal 2020 sehen wir daher auch keine Anzeichen einer Korrektur aufziehen.

Risiko für Preisanpassungen steigt in einzelnen Regionen – aber noch nicht alarmierend

Aber: Es gibt Ihn nicht, „Den einen Wohnimmobilienmarkt“. Wohnimmobilienmärkte streben nach regionalen Gleichgewichtszuständen und zeichnen sich durch räumliche Abhängigkeiten aus. Ein zentrales Element ist dabei die Export-Basis der Region. Auswirkungen der Krise wirken daher absehbar insbesondere in Märkten mit ehemals ausgelasteter Produktionskapazität. Das Gesamteinkommen sinkt und damit auch die Immobilienkaufkraft. In der Folge sind Preisanpassungen zu erwarten. Tendieren ehemals Risiko-Freie Regionen nun zum Klumpenrisiko? Je länger die partiellen Flauten andauern, desto schlimmer kommt es am Ende für die Region. Besonders betroffen sind monostrukturelle Regionen und solche Regionen, die in mehreren Sektoren Export-Nachfrage verlieren: Treffen z.B. Rückgänge im Tourismus und gleichzeitig Einschnitte in der Produktion aufeinander, sinkt das Gesamteinkommen der Region merklich. Hier besteht in der Folge ein hohes Risiko für Preisanpassungen.

Deckblatt Value Data Insights 3. Quartal 2020 (Quelle: Value AG)

Bisher beobachten wir zwar punktuelle Preisrückgänge einzelner Regionen im dritten Quartal, auf Jahressicht zeigt sich hier aber immer noch ein Plus. Es besteht also noch kein Grund zur Beunruhigung. Bis dato sehen wir nur ein Risiko und keine Gefahr, aber dennoch: Erhöhte Wachsamkeit ist angesagt.

Nutzen Sie unsere Immobilienmarktdaten für aktuelle und für regional differenzierte Marktanalysen und ergänzen Sie damit Ihr Risikomanagement.

Mehr Informationen erhalten Sie im aktuellen VALUE Data Insight.

 

Immobilienmarktdaten: Update Q2-2020

Neue Daten: Unsere aktualisierten Immobilienmarktdaten stehen Ihnen zur Auswertung bereit

Wir haben wieder etwas genauer in unsere Immobiliendaten hineingeschaut und unsere Erkenntnisse zur allgemeinen Marktentwicklung und aktuellen Themen in den VALUE Data Insights für das 2. Quartal 2020 zusammengefasst:

Deckblatt Value Data Insights 2. Quartal 2020 (Quelle: Value AG)

Die Kaufpreise für Wohnungen steigen im bundesweiten Mittel im zweiten Quartal 2020 weiter an. Auch in den Metropolen zeigen sie sich unbeeindruckt von der aktuellen Lage. Die Wohnungsmieten steigen hingegen abermals deutlich weniger dynamisch als die Kaufpreise, bleiben annähernd konstant und setzen ihre Seitwärts-Bewegung fort.

Bisher sind keine corona-bedingten Preiseffekte feststellbar, lediglich begrenzte Mengeneffekte haben den Markt vor allem in der Lock-Down-Phase geprägt. Die Frühindikatoren deuten auch darauf hin, dass in Q3-2020 eine Preiskorrektur unwahrscheinlich ist.

Der Mietendeckel in Berlin wirkt hingegen nachhaltig und lässt das Angebot an Mietwohnungen einbrechen. Das Mietniveau bleibt dabei aber relativ stabil und sinkt selbst im gedeckelten Teilmarkt nur leicht. Die Berliner Wohnungspreise steigen trotzdem weiter an.

Weitere Informationen finden Sie in unseren VALUE Data Insights und in der Pressemeldung der Value AG.